Der Zustand des Gebäudes an sich war zweifellos die größte Herausforderung. Eines der Hauptprobleme war die hohe Feuchtigkeit der Außenwände und das verstopfte Regenwassersystem. Das Ergebnis war eine hohe Luftfeuchtigkeit im Inneren der Basilika, die die dort befindlichen Denkmäler beeinträchtigte und deren Zerstörung erheblich beschleunigte. Während des Trocknens der Wände wurde auch der Zaun renoviert.
Das zweitwichtigste Problem war die Überdachung der Kathedrale. Der von Insekten beschädigte Dachstuhl wurde saniert. Die Lücken im Dach wurden entfernt und die korrodierten Stahlverstärkungen der Bodenträger repariert. Der Turm, dessen Stahlkonstruktion ebenfalls korrodiert war, wurde restauriert, die geformten und verfallenen Holzelemente wurden ebenfalls restauriert. Anschließend wurde der im schlechten Zustand befindliche Eingang zu seiner Spitze restauriert. Nach Abschluss dieser gründlichen Bauarbeiten wurden weitere Nachbearbeitungsarbeiten durchgeführt, bei denen der gesamte riesige Dachboden angepasst wurde, um die Ausstellungsfunktion zu erfüllen. In dem Raum werden die technischen Denkmäler präsentiert, die für die Öffentlichkeit bisher nicht zugänglich waren.
Der nächste Arbeitsschritt ist die Modernisierung der veralteten Elektroinstallation. Aufgrund des schlechten technischen Zustands ist es nicht möglich, ein neues Beleuchtungssystem zu installieren, das die wertvollen Denkmäler in der Kirche entsprechend hervorheben kann. Die Basilika stellt als ein sehr großes Objekt in dieser Hinsicht eine große Herausforderung dar. Dank des neuen Systems werden nicht nur die sakralen Kunstwerke besser beleuchtet, sondern auch die architektonischen Qualitäten des Inneren selbst und des Gebäudeäußeren besser hervorgehoben werden.
Die Arbeiten zur Renovierung des Gebäudes werden mit der Installation eines modernen Brand- und Einbruchschutzsystems abgeschlossen.
Parallel zu den Renovierungsarbeiten wurden Maßnahmen ergriffen, um die beweglichen Denkmäler der Basilika zu renovieren. Obwohl sie seit vielen Jahren restauriert werden (hauptsächlich Barockaltäre und gotische Gestühle), ist der Bedarf immer noch sehr groß. Deshalb sieht das Projekt neben der Renovierung der Einrichtung auch die Restaurierung einer Reihe von Arbeiten dieser Art vor und unterstützt damit die derzeitigen Aktivitäten der Diözese und des Woiwodschaftskonservators.
Das wichtigste der Werke, deren Renovierung ein Projektteil ist, ist das monumentale Prospekt der barocken Seitenorgeln in dem südlichen Arm des Querschiffs. Dieser Prospekt, einer der schönsten in Nordeuropa, war bereits in einem schlechten Zustand – zahlreiche Bauschäden waren sichtbar, das Holz war stellenweise abgebaut, fühlte sich weich an, fiel sogar ab. Auch Vergoldungen und Versilberungen sowie mehrfarbige Arbeiten waren vielerorts beschädigt, verschlissen und mit zahlreichen Mängeln behaftet.
Weitere Kunstwerke, die aktuell im Konservierungsprozesses stehen, sind sechs Rokoko-Beichtstühle (aus dem XVII. Jahrhundert) und Neorokoko-Beichtstühle (aus dem XIX. Jahrhundert), die aufgrund struktureller Schäden gefährlich instabil geworden sind und von einem Zusammenbruch bedroht sind. Die Fertigstellung der Arbeiten ist für das dritte Quartal des nächsten Jahres (2020) geplant.
Gleichzeitig soll die Sanierung von zwei barocken Seitenaltären: des hl. Adalberts und des hl. Nepomucens abgeschlossen werden: Bei den Werken berühmter tschechischer Prager Stuckateure aus der Mitte des 18. Jahrhunderts handelt es sich um ein Paar von Zwillingsaltären, die hauptsächlich aus Stuck gefertigt sind und sich durch eine Fülle skulpturaler Verzierungen auszeichnen. Beide waren bereits stark verschmutzt, mit einer rissigen und lockeren Oberfläche, mit Gold auf Sockeln und Säulenkapitellen, die fast völlig abgetragen waren.
Das letzte im Rahmen des Projekts renovierte Denkmal sind Buntglasfenster unter dem Gewölbe des Kirchenschiffs und des Presbyteriums. Sie stammen aus dem späten neunzehnten Jahrhundert und drohten zusammenzubrechen. Die Fertigstellung der Arbeiten ist für das erste Quartal 2021 geplant.
Fortschritt und Abschlusstermine der Arbeiten :
Neue Ausstellungsfläche August 2018



Renovierung der Mauer November 2018



Betonumrandung und Renovierung des Zauns August 2019



Gelände-Inanspruchnahme Februar 2020



Beleuchtung in der Basilika





